Wie viel Lux braucht ein Fußballfeld? Beleuchtungsnormen, Empfehlungen und LED-Wattstufen von 250W bis 1500W

Wie viel Lux braucht ein Fußballfeld

Wie viel Lux braucht ein Fußballfeld?

Beleuchtungsstärken für alle Spielniveaus in Deutschland – inklusive Trainingsplätze und Jugendfußball

Die Frage „Wie viel Lux braucht ein Fußballfeld?“ klingt einfach – die Antwort ist es nicht. Denn die erforderliche Beleuchtungsstärke hängt stark vom Spielniveau, von der Nutzungsart (Training oder Wettkampf), von der Kameranutzung, von der Zuschauerbeteiligung und von der Normanforderung ab.

In Deutschland orientieren sich Beleuchtungsplanungen für Fußballplätze in der Regel an europäischen Beleuchtungsnormen für Sportstätten (z. B. EN 12193 – Sportstättenbeleuchtung), ergänzt durch Empfehlungen von Sportverbänden und kommunalen Richtlinien. Diese definieren nicht nur Lux-Werte, sondern auch Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung, Farbwiedergabe und teilweise vertikale Beleuchtungsstärke.

In diesem Artikel bekommst du eine detaillierte Übersicht aller relevanten Spielniveaus in Deutschland – von der Bundesliga bis zum Jugend-Trainingsfeld – inklusive interessanter technischer Hintergründe, die oft nicht thematisiert werden.

Inhaltsübersicht

  1. Was bedeutet Lux überhaupt?

  2. Horizontale vs. vertikale Beleuchtungsstärke

  3. Warum Gleichmäßigkeit wichtiger ist als viele denken

  4. Beleuchtungsanforderungen nach Spielniveau in Deutschland

  5. Bundesliga und Profifußball (TV-Übertragung)

  6. Regionalliga und Oberliga

  7. Amateur- und Landesligen

  8. Kreisliga und Breitensport

  9. Trainingsplätze

  10. Jugendfußball

  11. Kleinspielfelder und Nebenplätze

  12. Interessante Zahlen, die selten diskutiert werden

  13. Typische Planungsfehler

  14. Energiebedarf und Effizienz

  15. FAQ

  16. Fazit

1. Was bedeutet Lux überhaupt?

Lux (lx) ist die Einheit der Beleuchtungsstärke.

1 Lux bedeutet:
Ein Lumen Lichtstrom trifft auf einen Quadratmeter Fläche.

Bei einem Fußballfeld (ca. 105 m × 68 m = 7.140 m²) bedeutet das:

  • 100 Lux → 714.000 Lumen Gesamtlicht auf dem Feld

  • 500 Lux → 3.570.000 Lumen

  • 1000 Lux → 7.140.000 Lumen

Und das ist nur die horizontale Beleuchtungsstärke – vertikale Werte sind bei TV-Spielen entscheidend.

 


 

2. Horizontale vs. vertikale Beleuchtungsstärke

Horizontale Beleuchtungsstärke (Eh)
Misst das Licht auf der Spielfläche.

Vertikale Beleuchtungsstärke (Ev)
Misst das Licht auf senkrechten Ebenen – wichtig für Kameras.

Interessanter Punkt:
Für TV-Übertragungen ist vertikale Beleuchtung oft genauso wichtig wie horizontale.

 


 

3. Warum Gleichmäßigkeit entscheidend ist

Neben dem Lux-Wert zählt die Gleichmäßigkeit (U0).

Beispiel:

  • 500 Lux im Mittelwert

  • aber dunkle Zonen mit 200 Lux

Das führt zu:

  • schlechter Sichtbarkeit

  • unruhigem Spielfluss

  • problematischer TV-Darstellung

Normen definieren daher Mindest-Gleichmäßigkeitswerte.

 


 

4. Beleuchtungsanforderungen nach Spielniveau in Deutschland

Die Anforderungen steigen mit dem Spielniveau.

 


 

5. Bundesliga (1. und 2. Liga, TV-Übertragung)

Typische Anforderungen:

  • 1400–2000 Lux horizontal

  • Hohe vertikale Beleuchtungsstärke (1000 Lux oder mehr je nach Anforderung)

  • Sehr hohe Gleichmäßigkeit

  • Hoher CRI-Wert

  • Flickerfreie Beleuchtung für Highspeed-Kameras

Interessante Zahl:
Moderne Bundesliga-Stadien erreichen teilweise über 2000 Lux, um UHD-Übertragungen zu ermöglichen.

6. 3. Liga und Regionalliga

Typischer Bereich:

  • 800–1200 Lux horizontal

  • Hohe Gleichmäßigkeit

  • TV-taugliche Beleuchtung bei ausgewählten Spielen

 


 

7. Oberliga / Landesliga

Hier bewegen sich die Anforderungen häufig bei:

  • 500–800 Lux

  • Gute Gleichmäßigkeit

  • Meist ohne regelmäßige TV-Übertragung

 


 

8. Amateur- und Bezirksliga

Typischer Bereich:

  • 200–500 Lux

  • Schwerpunkt auf Spielqualität, nicht auf TV

 


 

9. Kreisliga und Breitensport

  • 100–200 Lux

  • Fokus auf Spielbetrieb bei Dunkelheit

  • Energieeffizienz wichtiger als Kameratauglichkeit

  •  

 

10. Trainingsplätze

Hier wird oft deutlich überdimensioniert geplant.

Empfehlungen:

  • 75–200 Lux

  • Gute Gleichmäßigkeit

  • Blendungsbegrenzung für Spieler

Interessanter Fakt:
Viele Trainingsplätze arbeiten effizient mit 100–150 Lux, ohne Komfortverlust.

 


 

11. Jugendfußball

Für Jugendspiele gelten meist reduzierte Anforderungen:

  • 75–150 Lux

  • Je nach Altersklasse

  • Fokus auf Sicherheit und Sichtbarkeit

Bei leistungsorientierten Nachwuchsleistungszentren können höhere Werte gefordert werden.

 


 

12. Kleinspielfelder

Kleinspielfelder (z. B. 60 × 40 m):

  • 75–200 Lux

  • LED-Systeme mit asymmetrischen Optiken

6. 3. Liga und Regionalliga

Typischer Bereich:

  • 800–1200 Lux horizontal

  • Hohe Gleichmäßigkeit

  • TV-taugliche Beleuchtung bei ausgewählten Spielen

 


 

7. Oberliga / Landesliga

Hier bewegen sich die Anforderungen häufig bei:

  • 500–800 Lux

  • Gute Gleichmäßigkeit

  • Meist ohne regelmäßige TV-Übertragung

 


 

8. Amateur- und Bezirksliga

Typischer Bereich:

  • 200–500 Lux

  • Schwerpunkt auf Spielqualität, nicht auf TV

 


 

9. Kreisliga und Breitensport

  • 100–200 Lux

  • Fokus auf Spielbetrieb bei Dunkelheit

  • Energieeffizienz wichtiger als Kameratauglichkeit

 


 

10. Trainingsplätze

Hier wird oft deutlich überdimensioniert geplant.

Empfehlungen:

  • 75–200 Lux

  • Gute Gleichmäßigkeit

  • Blendungsbegrenzung für Spieler

Interessanter Fakt:
Viele Trainingsplätze arbeiten effizient mit 100–150 Lux, ohne Komfortverlust.

 


 

11. Jugendfußball

Für Jugendspiele gelten meist reduzierte Anforderungen:

  • 75–150 Lux

  • Je nach Altersklasse

  • Fokus auf Sicherheit und Sichtbarkeit

Bei leistungsorientierten Nachwuchsleistungszentren können höhere Werte gefordert werden.

 


 

12. Kleinspielfelder

Kleinspielfelder (z. B. 60 × 40 m):

  • 75–200 Lux

  • LED-Systeme mit asymmetrischen Optiken

13. Interessante Zahlen, die selten thematisiert werden

13.1 Der Unterschied zwischen 200 Lux und 500 Lux ist enorm

Ein 500-Lux-Feld benötigt mehr als doppelt so viel Lichtstrom wie ein 200-Lux-Feld.

Das bedeutet:

  • deutlich höhere Investitionskosten

  • deutlich höhere Energiekosten

 


 

13.2 TV-Qualität erfordert mehr vertikales Licht als viele denken

Hochauflösende Kameras benötigen hohe vertikale Beleuchtungsstärke, um:

  • Spielerbewegungen scharf darzustellen

  • Ballflug sichtbar zu machen

  • Schatten zu minimieren

 


 

13.3 Gleichmäßigkeit reduziert subjektiv benötigte Lux-Werte

Ein gleichmäßig beleuchtetes 300-Lux-Feld wirkt heller als ein ungleichmäßiges 400-Lux-Feld.

 


 

13.4 Energiebedarf im Vergleich

Beispielrechnung (vereinfacht):

Ein Feld mit 500 Lux benötigt mehrere Millionen Lumen Gesamtlicht.

Je nach Effizienz (z. B. 150–170 lm/W) kann die elektrische Leistung mehrere hundert Kilowatt betragen.

Hier zeigt sich:

Moderne LED-Systeme mit hoher Effizienz reduzieren den Energiebedarf drastisch gegenüber alten Metalldampflampen.

 


 

14. Typische Planungsfehler

  1. Nur Lux betrachten, nicht Gleichmäßigkeit

  2. Vertikale Beleuchtung vergessen

  3. Trainingsfeld wie Wettkampffeld planen

  4. Energieeffizienz nicht berücksichtigen

  5. Falsche Optiken einsetzen

 


 

15. Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit

Ein 1000-Lux-Feld kann bei 170 lm/W deutlich effizienter sein als ein altes 800-Lux-System mit 80 lm/W.

Amortisationszeiten hängen stark vom Spielniveau und den Betriebsstunden ab.

 


 

16. FAQ

Wie viel Lux braucht ein Trainingsplatz?
Meist 75–150 Lux.

Wie viel Lux braucht die Bundesliga?
In der Regel 1400–2000 Lux.

Sind 200 Lux ausreichend für Amateurspiele?
Für viele Kreisligen ja.

Ist Gleichmäßigkeit wichtiger als hoher Lux-Wert?
In vielen Fällen ja.

 


 

17. Fazit

Die benötigte Lux-Zahl für ein Fußballfeld hängt vollständig vom Spielniveau ab.

Von 75 Lux für Jugendtraining bis 2000 Lux für Bundesliga-TV liegen enorme Unterschiede.

Entscheidend sind:

  • Spielklasse

  • Trainings- oder Wettkampfbetrieb

  • TV-Übertragung

  • Gleichmäßigkeit

  • Energieeffizienz

Eine professionelle Lichtplanung berücksichtigt alle diese Faktoren – nicht nur einen Lux-Wert.

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